Archiv für Juni, 2009
Brieftour-Pod #15
Ich hoffe, ihr seid nervenstark genug für die Ausgabe Nr. 15 vom 27. Juni 2009. Ich habe offensichtlich für die Aufnahme eine altersschwache MiniDisc vom Stapel genommen, mit der ich dann auf meiner samstäglichen Briefzustelltour aufgenommen habe. Das Ergebnis: in der ersten Hälfte des Podcasts häufige (allerdings immer nur ganz kurze) Aussetzer. Ganz schlimm zerhackstückte Passagen hab ich eh ganz rausgeschnitten; leider sind interessante Passagen, in denen ich wirklich was zu erzählen hatte, rausgeflogen, dafür haben eher belanglosere Passagen “überlebt”. Also bitte nicht wundern: euer MP3-Player ist nicht kaputt, leider “gehört” die Aufnahme so. Etwa ab der Hälfte der Laufzeit wird’s dann besser.

In erster Linie beschäftige ich mich in dieser Episode mit der Trauerbewältigung – wie ihr wisst, ist am vergangenen Dienstag, den 23. Juni, meine Mutter völlig überraschend und viel zu jung gestorben. Das ist natürlich immer wieder Thema in der Sendung. Ich ziehe mit euch eine Monatskarte Neumünster-Hamburg aus dem Automaten und gehe mit euch in ein Teegeschäft. Einziges Medienthema diese Woche sind KielFM und KielTV anlässlich der Kieler Woche. Und sogar der Küchentipp aus dem Röhrenweg hat mit meiner Mutter zu tun: eine Förstertorte, welche ich noch zwei Tage vor dem Ableben meiner Mutter zu ihrem Geburtstag gemacht habe und somit der letzte Kuchen wurde, den sie zu Lebzeiten aß.
Natürlich auch diesmal wie immer mit Kopfhörern anzuhören (ihr wisst schon – Kunstkopf-Stereo) – so habt ihr mehr davon.
Alles liebe – euer Meikel
Für meine Mutter…
Liebe Freunde,
ihr habt es vielleicht schon in meinen Twitter-Feed gelesen: gestern früh hat uns meine Ma verlassen. Und erst jetzt so nach und nach kann ich es wahr haben, dass sie nie mehr wiederkommen wird. Es ist so surreal: Sonntag Nachmittag haben wir noch fröhlich ihren Geburtstag draußen im Garten nachgefeiert (sie wurde 66 Jahre alt), und 30 Stunden später ist sie einfach nicht mehr da.
Dienstag früh, 6.45 Uhr. Das ausgeschaltete Handy rappelt mit seiner Weckfunktion los. Kurz nach dem Einschalten treffen zwei SMS ein: ein nichtbeantworteter Anruf (klar, Handy war ja aus) und eine Nachricht auf der Sprachmailbox. Und ich mach im Bett noch meine Späßchen mit meiner Herzallerliebsten:”Das sind wieder meine Weibergeschichten; die versuchen mich immer nachts anzurufen…” Ich höre also die Sprachmailbox ab: meine verweint klingende kleine Schwester, welche um Rückruf bittet. Und so erfuhr ich also, dass meine junge Ma nicht mehr unter uns ist. Wir verabreden uns für wenig später bei unserem Elternhaus.
Es ist so verrückt, wie völlig irrational man nach so einer Nachricht handelt. Das erste, was ich gemacht habe: ich habe einen Termin am 13. Dezember dieses Jahres aus meinem PocketPC gelöscht. Da wollten meine Eltern ihren 40. Hochzeitstag “vorfeiern” (der tatsächliche Hochzeitstag ist der 23. Dezember), und dazu hatten meine Eltern mich noch zwei Tage zuvor eingeladen, und gestern hab ich den Termin erst eingetragen. Ich hatte mich so darauf gefreut. Wie die Zeit vergeht – war doch nicht gerade erst die Silberne Hochzeit im Saal des Kleingartenlokals “Ost-Bahn” in den Auwiesen nahe dem Brachenfelder Gehölz? Ich war damals der DJ… schon wieder 15 Jahre her.
Und nun fällt es mir also schwer, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ich keine Mutter mehr habe. Wir hatten nie so ein typisches Mutter-Sohn-Verhältnis, sondern ein eher freundschaftlich geprägtes. Wir haben uns nicht oft gesehen, aber wenn, dann war die Freude um so größer. Und kurz nachdem ich die Todesnachricht erhalten habe, habe ich beim Frühstück sogar noch lachen können – über all die Witze, die wir uns all die Jahre so erzählt haben und all den Blödsinn, den wir miteinander gemacht haben.
Tröstend ist, dass meine Mutter friedlich eingeschlafen ist. Abends zuvor hat sie in ihrem Bett noch ferngesehen und hat den Fernseher vorm Einschlafen auch noch ausgeschaltet. Morgens hat mein Vater, der sie fand, lediglich an dem fehlenden Atemhub des Brustkorbs gemerkt, dass sie nicht mehr bei uns ist. Sie lag völlig entspannt da, Füße übereinander geschlagen, und hat keinerlei Anzeichen von Schmerzen gehabt.
Mama, du fehlst mir…
Brieftour-Pod #14
Wir schreiben den 18. Juni 2009 und dies ist die erste Ausgabe des Brieftour-Pods, die nicht während einer Briefzustelltour entstanden ist. Wie ihr wisst, bin ich zur Zeit auf einer fünfmonatigen Fortbildung als Web-Developer. Die Aufnahme beginnt am Ende eines solchen Schulungstages. Heute abend treffe ich mich mit Michael (aka KRDigital oder auch Eichental) aus Krefeld, der sich im Moment auch gerade in Hamburg zu einem Lehrgang aufhält. Es gibt viel S-Bahn- und Hauptbahnhof-Atmosphäre, ich erzähle etwas über meine Rauchgewohnheiten und mir fällt eine Werbung für die Loriot-Ausstellung auf, die gerade in Hamburg in Bahnhofsnähe läuft. Dann wandere ich die Mönckebergstraße und den Jungfernstieg entlang Richtung Rathausmarkt, wo ich mich mit Michael zum Treffen verabredet habe. Im Zug zurück nach Neumünster gibt es dann zum Schluss noch eine leicht sächselnde Lautsprecherdurchsage – und sowas im tiefsten Holstein…
Natürlich auch heute wieder die gesamte Aufnahme in Kunstkopf-Stereofonie, also – richtig: Kopf- oder Ohrhörer aufsetzen! Viel Spaß!
Brieftour-Pod #13
An einem sehr stürmischen Tag (12. Juni 2009) entstand die Episode 13 des Brieftour-Pods, entsprechend heftig donnert es gelegentlich auf den Mikros. Wie immer in Kunstkopf-Stereo aufgenommen. Ich habe erst beim Schneiden bemerkt, dass Links und Rechts vertauscht war; wundert euch also nicht, wenn ich behaupte, dass im Nachtredder rechts Tennis gespielt wird, ihr das Ball-Ploppen aber von links hört.
Was gibts zu erzählen? Montag starte ich nun endlich meine lange geplante Fortbildung, und gerade heute habe ich ein Web-Projekt für die DAA erfolgreich abgeschlossen. Dann gebe ich Tipps zur Holstenköste, die gerade läuft. Es gibt eine kleine Nachlese zum ersten NMS-Twitterer-Treffen sowie zum vergangenen Wahlsonntag. Und ich wundere mich, dass es innerhalb von nur einem Monat ZWEI Windhosen in Neumünster gab (Berichte dazu hier und hier). Ach ja – brandaktuell: ein neues Podcast-Projekt, an dem ich beteiligt bin, ist am Start – der Zwitschercast!
Es gibt mal wieder einen Bahnübergang mit Zugfahrt in Kunstkopf, dabei lege ich euch den Wolkenohr-Podcast ans Herz und ans Ohr. Des weiteren nehme ich euch mit auf meiner Briefzustelltour in die Shell-Tanke Rendsburger Straße sowie in eine Kneipe. Fast wärt ihr noch mit dabei gewesen auf meinem abendlichen Besuch in der Briefe-Zentrale, aber da hat dann doch der Akku direkt vor der Tür schlapp gemacht – ich hätte sonst doch wieder kein Ende gefunden.
Noch etwas vergessen? Ja – mein Küchentipp heute: Petersiliensoße. Und – völlig untypisch – mal KEIN Radiothema…
Die Links zur Sendung: Holstenköste, Köste-Rock, beat shock, Blue Highway
Brieftour-Pod #12
Klasse, dass ihr nach der Feed-Umstellung den Weg hierher gefunden habt – zum Brieftour-Pod mit der laufenden Nummer 12 vom 4. Juni 2009. Wir sind ja in der heißen Phase des Wahlkampfes – nicht nur zur Europawahl, sondern auch zur Wahl des Oberbürgermeisters von Neumünster. Zum Wahlkampf, dessen Auswüchsen und fehlenden Inhalten lasse ich mich während meiner Brieftour in den ersten 10 Minuten aus. Danach berichte ich euch über den Stand der Dinge in Sachen “Erstes Twitterer-Treffen in Neumünster”.
Mein geliebtes IP-dio mini von dnt hat eine Schwachstelle: die Fernbedienung. Mehr dazu in der Sendung. Meine Radio-Neuentdeckung ist der KiRaKa vom WDR, ein neues Kinderradio-Projekt, welches seit dem 28. Mai auf Sendung ist.
Im Röhrenweg stelle ich euch mein aktuelles Lieblingsbrot-Rezept vor: ein Joghurt-Brot, fabriziert im Brotback-Automaten. Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Web-Tipp, den ich hier aber nicht wiedergeben möchte – hört ihn euch einfach an und probiert ihn aus. Macht Spaß!
Euch viel Spaß beim Zuhören und: Kopfhörer aufsetzen nicht vergessen!
Euer Meikel


